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Mittwoch, 11. März 2020

Tradition - was ist das überhaupt?

Tradition, wörtlich etwa Überlieferung - im alltäglichen Sprachgebrauch versteht man darunter kulturelle Phänomene, die weiter geführt werden.

Nun... nur weil etwas schonmal so gemacht wurde, heißt es nicht, dass man es wieder so machen muss. Wenn etwas wiederholt nicht gelingt, dann suchen intelligente Menschen einen neuen Lösungsweg. Wenn man zehn mal gegen die selbe Wand läuft oder immer noch versucht, den Kapitalismus mit einer sozialistischen Staatsrevolution abzuschaffen, dann gehört man nicht zu den intelligenten Menschen. "Mao, Stalin etc... das war ja nicht der echte Sozialismus, sondern nur der real existierende, beim nächsten Mal klappt es bestimmt."

Aber ist das wirklich Tradition? Alles, was irgendwie überliefert und weiter geführt wird? Es gehören noch weitere Merkmale dazu, denn zB den morgentlichen Kaffee als Tradition zu bezeichnen, ist nur Tradition im übertragenen Sinn. Tradition hat auch einen sakralen Bezug, den Traditionalisten wie Rene Guenon oder Julius Evola herausgearbeitet haben. Die Grundidee wurde auch in der Theosophie aufgegriffen: "Keine Religion ist höher als die Wahrheit." Alle KULTuren können auf die selbe kultisch-metaphysische Wahrheit zurückgeführt werden, da die menschliche Psyche immer wieder durch die selben archetypischen Erlebnisse geprägt wird, die wiederum in mythischen Bildern gespiegelt werden.


Die sakrale Tradition ist nicht das, was Menschen erfunden haben, sondern was sie durch den Logos erkennen können - höhere Prinzipien, die die physische und soziale Welt ordnen und ausrichten. Diese Prinzipien erscheinen in verschiedenen Kulturen, Epochen, Völkern, Religionen in verschiedener Form, aber mit dem selben Wesenskern.

Deswegen wird Tradition als etwas Zeitloses verstanden, etwas, das an verschiedenen Stellen in Zeit und Raum immer wieder aufgegriffen wird.

Beispielsweise kennen alle heidnischen Religionen die Lehre der Zyklen, die im Hinduismus mit dem Satya Yuga beginnen und mit dem Kali Yuga enden. Kennzeichnend ist ein Niedergang, in dem die Wahrheit, die Tradition, verschleiert wird, und von immer weniger Menschen erkannt wird. Die Folgen sind Habgier, kultureller und spiritueller Zerfall, Materialismus, Egalitarismus / Kollektivismus, Dekadenz und der Verlust der Verbindung zu den transzendentalen Wurzeln des Menschen. Im Westen sind die Zyklen eher mit Metallen assoziiert, vom Goldenen in's Eiserne Zeitalter. Julius Evola sah die Geschichte als Kampf zwischen verborgenen Kräften der Tradition und Anti-Tradition, die hinter den oberflächlichen Geschehnissen wirken.

Es gibt weitere Parallelen zwischen den Religionen wie zB Götter und Attribute, Symbole und Archetypen, die sich entsprechen und uns auf geistiger Ebene begleiten. Etwa das polare Zentrum, die Spitze des überwundenen Berges, die Pole der Welt und die Antarktis, Thule, Asgard / Agarthi / Shamballah, die Sagen um untergegangene Inseln und die innere Welt, das Zepter / Schwert / der Stab als Symbol für Macht und Einfluss oder den Willen; das göttliche Feuer, das als Blitz zur Erde fällt und dem “magischen“ Mistelzweig seine Kraft gibt und so die Welten verbindet (daher die Verbindung vom Zepter zur Sonne), die Planeten als Spiegelung der Seele, zB der Mond als Symbol für das Wandelbare, für Leidenschaften und die Nacht, die Sonne als Zentrum, das Klarheit, Disziplin, den Willen und die Unabhängigkeit vom Äußeren symbolisiert - den unbewegten Beweger, den Anarchen. Das solare Prinzip wird also mit der Ratio assoziiert (Geist, Vernunft, Erkenntnis, Sprache) und das lunare Prinzip mit den Begierden, der Seele und dem Erleben. Die These der Traditionalisten ist, dass es eine Urtradition gibt, eine immaterielle, ewige Wahrheit, von der sich alle Religionen ableiten. Die Wahrheit ist demnach objektiv, universell und übermenschlich und gleichzeitig subjektiv im menschlichen Fokus.

Das Bewusstsein, das aus diesen Thesen resultiert, erlaubt uns, kulturelle statt materielle Werte zu finden, an denen wir das Zusammenleben orientierten, und verschiedene Lebenswege und Gesellschaftsmodelle als richtig für die jeweiligen Kulturen und Stämme anzuerkennen. NationalAnarchisten wollen eine dezentral organisierte, tribalistische, staatenlose, postkapitalistsche Welt, in der verschiedene Stämme ihren eigenen Weg finden können. Die Stämme und Gemeinschaften können sich durch verschiedene Faktoren finden, die sich vor allem auf gemeinsame Ideen und kulturelle Normen beziehen. Die Ordnung wird dann nicht mehr durch eine künstliche, erzwungene, parasitäre Hierarchie und ungedecktes, illusionäres Geld, Schuld und Täuschungen zusammen gehalten, sondern durch geistige Werte, so wie es der sakralen Tradition entspricht. Wenn diejenigen vorausgehen, die mit den höheren Sphären der transzendentalen Wahrheit verbunden sind, die die weltlichen Fesseln gelöst haben, die Berge überwunden und die Autonomie erkämpft haben. Diese geistigen Ideale beziehen sich auf die Utopie, die sich in der Zukunft verwirklichen wird. Das aktuelle Ziel ist die Errichtung von tribalistischen und agoristischen Strukturen, die unser Überleben sichern, wenn das System zusammen bricht und so die Entstehung des neuen Zyklus ermöglicht. Aus den Trümmern und Ruinen wird die Sonne immer wieder erstehen - und mit ihr die übermenschlichen Beweger, die neue Welten errichten. 



Dienstag, 10. März 2020

Nach links schauen zur Panarchie...

Die Seite Nowhere.News ist absolut zu empfehlen.

Hier ist ein Text, den wir übersetzt haben, der nachdenklich stimmt. Wir mögen nicht alle das selbe Ideal verfolgen bezüglich Lebensmodellen und sozialen Gemeinschaften, aber wir können alle unseren eigenen Weg finden, die unterschiedlichsten Leute vereinen und gleichzeitig trennen, indem wir uns vom Zentralismus lossagen und aufhören, jedem den eigenen Lebensweg als Universal-Regelset über den Staat aufzwingen zu wollen. Anarcho-Kommunisten, Libertäre, völkische Siedler, Öko-Primitivisten und andere Parallelgesellschaften können von der Idee der Panarchie geleitet jeder sein eigenes Utopia verwirklichen.

https://nowhere.news/index.php/2018/12/11/looking-left-to-panarchy/

Ich war nicht immer Anarchist, aber ich war immer radikal. Nachdem ich in der Pro-Life-Bewegung aufgewachsen war, entdeckte ich das Kommunistische Manifest als unzufriedener 14-Jähriger. Ich habe nicht jedes Wort verstanden, aber die flammende antiklerikale Rhetorik entzündete ein Feuer in mir, das nie erloschen ist. Nachdem ich einige Jahre als jugendlicher Anarchist verbracht hatte, der gleichermaßen von Subcomandante Marcos und Johnny Rotten beeinflusst wurde, wandte ich mich dem Staatssozialismus zu, inspiriert von den kühnen antiimperialistischen Possen von Hugo Chavez und der Bolivarischen Revolution. Ungefähr zu dieser Zeit verliebte ich mich auch in jene Geschichten über die Bolschewiki, Che Guevara und die berüchtigten Castro-Brüder. Der Marxismus-Leninismus und der demokratische Zentralismus machten Sinn für eine verschlossene Agoraphobie in ihren Zwanzigern. Wie mein Leben fühlte es sich wie in Formaldehyd konserviert an. Es fühlte sich sicher an.

Aber Sicherheit ist nichts Radikales und als ich mein Leben von Geisteskrankheiten und Geschlechtertyrannei zurückholte, war ich wieder bereit, gefährliceh Träume zu träumen. Der verdächtig frühe Tod von Hugo Chavez, kurz gefolgt vom katastrophalen Scheitern seiner Unterschriftenrevolution, war der letzte Strohhalm. Chavez hat alles richtig gemacht, aber als er tot umfiel, fiel die Revolution mit ihm tot um. Für mich war das der letzte Nagel im Sarg für den Staatssozialismus oder für irgendetwas in dieser Angelegenheit. Der unerwartete Triumph der Rojava-Revolution in Nordsyrien und die Gefängnisschriften des Mannes, der sie inspirierte, ein weiterer postmarxistischer Anti-Etatist namens Abdullah Öcalan, zogen mich zum Anarchismus zurück. Aber ich war mir meiner verworrenen radikalen Wurzeln immer bewusst  und nie apologetisch, und meine Ziele sind immer dieselben geblieben - die Schaffung einer klassenlosen postkapitalistischen Gesellschaft.


Dafür gibt es noch ein anderes Wort. Utopia - und es hat einen schlechten Ruf erlangt, weil es oft von Verbrechern und Idioten benutzt wurde. Aber Utopia muss nicht abwertend sein, nur weil ein paar blutrünstige Maoisten es vermasselt haben. Wenn es darauf ankommt, ist die Utopie ein Ziel. Es ist etwas, nach dem man ewig streben muss, wie eine Form der gesellschaftlichen Evolution. Das einzige Problem mit der Utopie ist, dass es sich um eine subjektive Prämisse handelt. Die Utopie einer Person ist die DMV einer anderen Person. Die Erwartung, dass ein bibelverdammter Paläokon jemals an Bord meiner seltsamen Commie-Vision von direkter Demokratie sein wird, ist ungefähr so ​​vernünftig wie die Erwartung, dass eine b...werfende Königin wie ich in einem theistischen Kloster gedeiht. So sehr ich glauben mag, dass mein Weg der eine richtige Weg ist, würde die Durchsetzung dieses Glaubens gegenüber irgendjemandem den Tod der Freiheit und der Revolution bedeuten, für die er steht. Gleichzeitig lässt uns die erdschmelzende Apokalypse des amerikanischen Empire nicht gerade viel Zeit, um über die Feinheiten der staatenlosen Utopie zu diskutieren. Meine Lösung für dieses existenzielle Rätsel besteht darin, die Philosophie der Panarchie zu ergreifen.


Das Grundkonzept der Panarchie ist, dass Regierungen eher wie Kirchen sein sollten, nur mit besseren Leistungen und weniger Vergewaltigung von Kindern, freiwilligen staatenlosen Gemeinschaften, die die Menschen auswählen können, um ein Teil zu sein und in denselben geografischen Räumen koexistieren können. Dies bedeutet, dass meine bookchinitische Gemeinde von Transen aus der Topfzucht im selben Block gedeihen kann wie ein verteilungsorientiertes katholisches Gemeinwesen oder eine anarcho-kapitalistische Konföderation. Solange alle Gemeinschaften einer Politik der strengen Nichtangriffe und Zusammenarbeit zustimmen, die von einer Koalition ziviler Milizen durchgesetzt wird, wird das Ergebnis ein virtueller Marktplatz optionaler Utopien sein. Diejenigen, die Erfolg haben, werden dezentral wachsen, während diejenigen, die scheitern, in kleinere Gemeinschaften zersplittern, um jedem möglichen Lebensstil und jeder Lebensweise gerecht zu werden. Das Beste daran ist, dass ein gewaltsamer Umbruch möglicherweise nicht einmal notwendig ist, um dies zu erreichen. Wir können diese Gemeinschaften jetzt schaffen, während der amerikanische Traum wie eine zwei Wochen alte Kürbislaterne verrottet. Einige von uns haben bereits begonnen.


Meine Nachbarn, die Amish, gedeihen seit mehr als einem Jahrhundert friedlich als im Wesentlichen panarchistische Gesellschaft und haben es geschafft, ohne eine einzige Kugel abzufeuern. Sie haben sich einfach dafür entschieden, sich von der Mainstream-Gesellschaft abzumelden und gleichzeitig und friedlich mit uns gottlosen Leuten in der englischen Welt zusammen zu leben. Trotz aller Widrigkeiten haben sie als radikale Traditionalisten, rassische Pluralisten, theokratische Aristokraten praktisch ohne Klassen, ohne Privateigentum und ohne gottverdammte Elektrizität durchgehalten. Ihre Lebensweise scheint für 90% des Planeten völlig verrückt zu sein und dennoch existieren sie im Wesentlichen unverändert, selbst wenn die Welt um ihre Farmen herum niederbrennt, weil sie das Konzept einer vollständig freiwilligen Gesellschaft annehmen, in der alle Transaktionen völlig einvernehmlich sind. Wenn die Amish sich nicht einig sind, führen sie keinen Krieg, sondern sie atomisieren und trennen sich in kleinere autonome Gemeinschaften. Sogar ihre Kinder haben die Möglichkeit, die englische Welt kennenzulernen und selbst zu entscheiden, ob sie sich ihnen anschließen möchten. Einige tun es, aber viele nicht. Viele bevorzugen ihre Gemeinschaft gegenüber der Moderne. Und ist das nicht das, wonach alle Anarchisten wirklich dürsten? Eine Flucht aus dem ätzenden Kult der Größe und eine Rückkehr zum Busen des Stammes, wie auch immer wir es definieren mögen?


Der Amish-Weg ist nicht mein Weg. Ich könnte und würde niemals so leben. Aber verdammt soll ich sein, wenn ich ihre Hingabe für friedliche Autonomie nicht respektiere. Und wenn sie es auf ihre Weise tun können, warum kann der Rest von uns es dann nicht auf unsere Weise tun? Warum nicht Syndikalisten und Mutualisten und Kommunisten und Traditionalisten und Libertäre? Warum sollten wir uns alle gegenseitig an die Kehle gehen, wenn wir alle im Wesentlichen dasselbe verdammte Ding wollen? Nach unseren individuellen Utopien streben und verdammt noch mal in Ruhe gelassen werden. Also gib mir deine radikalen Feen, Milizsoldaten und schwarze Nationalisten. Gib mir deine geächteten Biker, Gangster und Cyber-T...risten. Gib mir deine orthodoxen Altgläubigen, wiedergeborenen Heiden und Sufi-Mystiker. Gib mir deine Gossenpunks, Skinheads und Black Metal Kirchenbrandstifter. Gib mir alle Freaks, die du hast, damit wir zusammenkommen können, um diesen Bastard, den wir Staat nennen,
ein für alle Mal zu verbrennen.

Und zu meinen entsetzten Linkskollegen, die von der Vorstellung, mit einem der oben Genannten Brot zu brechen, angewidert sind, sage ich, nimm dir ein Beispiel bei den Amish und mach es dir nicht so schwer. Es heißt Solidarität, liebste Motherfucker. Freaks der Welt vereinen sich!


Frieden, Liebe und Solidarität - CH

Sonntag, 26. Januar 2020

Unsere Prinzipien & Ideale

Freiheit ohne Urteil
Jeder soll sein eigenes Leben gestalten können, sein eigenes Glück finden und sich mit der Community assoziieren, die zu ihm passt, ohne gezwungen zu werden, mit Menschen zusammen zu leben, die er nicht um sich haben will. Selbstbestimmung ist der Schlüssel.

Vielfalt ohne Globalisierung
Die Vielfalt an Kulturen auf der Welt kann nur erhalten und weiter entwickelt werden, wenn die Globalisierung und die größenwahnsinnigen Weltstaatpläne der globalen „Eliten“ durchkreuzt werden.

Akzeptanz ohne Universalismus
Wir akzeptieren alle Menschen, Kulturen und Lebensweisen, ohne jemandem den universalen, richtigen Weg aufzwingen zu wollen. Es gibt kein richtiges oder falsches Lebensmodell für alle.

Gemeinschaft ohne Zwang
Wir wollen in kleinen Gemeinden ohne staatliche Zentralmacht leben, die dem tribalistischen, menschlichen Gehirn und der natürlichen, menschlichen Evolution entsprechen. Die Gemeinden richten sich nach spezifischen, freiwilligen Prinzipien und Regeln aus. Das Einigungsprinzip unserer Gemeinschaft ist das germanische Heidentum.

Kultur ohne Chauvinismus
Tradition und Kultur sind für die meisten Menschen Bestandteile des erfüllten Lebens. Es gibt eine Linie zwischen den Vorfahren und den Erben, die das Individuum vollständig macht. Durch Liebe zur eigenen Kultur wächst der Respekt zu anderen Kulturen. Kulturelle Normen regeln das Zusammenleben in überschaubaren Stammeszusammenhängen.

Souveränität ohne Staat
Selbstbestimmung ist nur ohne staatliche Autoritäten möglich. Es gibt keinen Kampf zwischen Wirtschaft und Staat, weil sich beide Zahnräder im Korporatismus vereinen. Die Geschichte hat gezeigt, dass kapitalistische, hierarchische Strukturen nicht durch staatliche Gewalt aufgelöst werden können. Um selbstbestimmt leben zu können, müssen wir uns vom System abwenden - Tauschhandelgilden, Selbstversorgung, alternative Währungen etc. sind Mittel dazu.

Organisation ohne Politik
Wenn wir eine Straße oder irgendetwas anderes brauchen, bauen wir sie selbst. Dafür brauchen wir keine Politker und Herrscher, die den Befehl dazu geben. Wir brauchen auch keine Politiker, die gegen unseren Willen mit unseren Steuergeldern Millionen von Menschen umsiedeln. Wir müssen selbst entscheiden, was mit den Ressourcen, die wir erwirtschaften, passiert.

Freie Märkte ohne Kapitalismus
Echte freie Märkte sind nur ohne Staat und ohne kapitalistische Strukturen möglich. Die Arbeiter müssen an den Produktionsmitteln partizipieren und nicht von Oberen abhängig sein. Das Ideal ist die freie Agora. Das Problem der Ausbeutung der Arbeitskraft anderer entsteht sowohl im Kapitalismus (Beispiel Zeitarbeit) als auch im staatlichen Sozialismus durch Steuern und Umverteilung. Wir lehnen beides ab.

 

Mittwoch, 20. November 2019

NationalAnarchismus - eine Erklärung


Eine Zusammenfassung der politischen Philosophie des NationalAnarchismus (entwickelt von Autoren wie Troy Southgate und Keith Preston), die Grundlagen und die Assoziation mit Panarchie und Pan-Sezessionismus.

Zur Klärung: NationalAnarchismus ist nicht nur für weiße Stämme. Nationalanarchistische Communities können jede ethnische Zusammenstellung haben. Menschen aller Abstammungstypen sollten den NationalAnarchismus für ihre Stämme begrüßen.

 Kurze Zusammenfassung:

- Der Begriff "national" bezieht sich nicht auf Nationalstaaten, sondern auf Stämme. (lateinisch natio, nationis f.)

- NA ist gegen Faschismus und gegen Marxismus gleichermaßen und ein Resozialisierungsprogramm für Linke und Rechte, die sich von den fehlgeschlagenen totalitären Ideologien und Dogmatismus trennen.

- Die Gesellschaft ist offensichtlich fragmentiert in Lager, ethnische, kulturelle / religiöse Gruppen, Leute mit ähnlichem Lebensstil usw. Das System, der Staat, die herrschende Klasse nutzt die Fragmentierung zur Kontrolle: Teile und herrsche. Wenn aber alle Gruppen sich gemeinsam gegen zentralisierte Machtstrukturen richten, um dann getrennte Wege zu gehen und sich dezentral auf freiwilliger Basis in kleinen Gemeinden / Stämmen selbst zu organisieren, profitieren alle davon.

- Nationalanarchistische Communities bilden sich durch gemeinsame Ideen, Visionen, Werte: ob das die Religion, Abstammung, Kultur / Subkultur oder etwas anderes ist, spielt keine Rolle. Es können sich dementsprechend auch ethnisch gemischte Gruppen unter dem Label NationalAnarchismus formen. So hat jeder die Freiheit, sich mit der Gemeinde zu assoziieren, die zu ihm passt. Keiner wird gezwungen mit Menschen zusammenzuleben, die ihm nicht passen, oder sich zu trennen, wenn man sich freiwillig assoziieren will. Dafür braucht es keine Deportation oder Zwangsumsiedlungen wie sie von totalitären Staaten praktiziert werden - oder von EU und UN als Replacement-Migration durch staatlichen Zwang auf Kosten der Steuerzahler.
Die Gemeinsamkeiten in den Stämmen, kulturelle Normen und die Vertrautheit (man denke an die Dunbar-Zahl) regeln das Zusammenleben ohne Polizei und ohne Staat. Verbrechensbekämpfung ist effektiver, wenn diejenigen, die Verbrechen aufklären, wegen der Konkurrenz die Kunden verlieren können und nicht sowieso durch den Staat bezahlt werden - auch wenn sie nichts auf die Reihe kriegen...

- NA ist weder individualistisch noch kollektivistisch, weder links noch rechts, sondern versucht beide Pole in Einklang zu bringen. Die wirtschaftlichen Ideen orientieren sich am Mutualismus und Agorismus. Gegenwirtschaft, Übertragung der Produktionsmittel auf die Arbeiter, freiwillige Zusammenarbeit, gegenseitige Hilfe, Leistungsprinzip ohne Ausbeutung durch Staaten und Kapitalisten. Letztlich ist es aber jedem Stamm selbst überlassen, ob er sich an freien Märkten oder sozialistischen Gemeinschaftsprogrammen orientiert, solange er die anderen Communities in Ruhe lässt. Leben und leben lassen.

Montag, 9. September 2019

National-Anarchistische Praxis

Originaltext von Craig Fitzgerald und Jamie O'Hara von der National-Anarchist Tribal Alliance New York auf http://www.national-anarchist.net/2012/08/national-anarchist-praxis.html
http://nata-nyc.blogspot.com/

 

Anarchie ist heute im Kern primär theoretisch und eine unglückliche Menge anarchistischer Interaktion besteht aus Debatten über die beste Silbentrennung. NationalAnarchismus scheint die Debatte auf den ersten Blick aufrecht zu erhalten, aber das Fehlen des Universalismus macht ihn tatsächlich zur anarchistischen Lehre mit der höchsten Stufe der Inklusion und Diversität. Trotz der Tatsache, dass einige nationalanarchistischen Stämme sich dazu entscheiden mögen, sich nicht mit bestimmten Communities zu assoziieren, kreiert die dem zugrunde liegende Philosophie - dass jeder das Recht auf Autonomie und Selbstbestimmung hat - einen Sinn für gegenseitigen Respekt jenseits der meisten anarchistischen Meinungsverschiedenheiten. Diese Eigenschaft des NationalAnarchismus hat ernste pragmatische Implikationen. Wenn Anarchisten aufhören, ihre Zeit damit zu verschwenden, anderen zu diktieren was "echter" Anarchismus ist, haben sie viel mehr Potential, ihre Überzeugungen zur Tat werden zu lassen.
Die praktischen Möglichkeiten des NationalAnarchismus erlauben es, greifbare Manifestationen zur Theorie zu kreieren. Philosophisch gesehen hat jede Community das Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung, aber wie wird dieses Recht durchgesetzt? Der Staat ist tyrannisch und ausbeuterisch, aber wie wird diese Kritik in der Realität umgesetzt? Marx behauptete heuchlerisch, dass der Staat verschwinden würde, wenn der Kommunismus die absolute Macht hat, d.h. dass die Einsetzung von staatlichen Strukturen notwendig sei, um den Staat zu beseitigen. Tatsächlich werden der Staat und seine Schergen erst verschwinden, wenn sie irrelevant werden. Und ihre Irrelevanz hängt ab von der Schaffung wesentlicher Alternativen.
Ein unabhängiges System von paralleler Ökonomie und Institutionen - Agorismus - ist möglicherweise die einzige Möglichkeit, dies zu erreichen. Agorismus ist ein direkter Angriff auf die Monopole der Konzerne und Regierungen, sie nicht nur dem Boykott zu unterziehen, sondern die Leute aktiv in die Lage zu versetzen, damit zu konkurrieren. Nationalanarchistische Communities versuchen, Institutionen zu errichten, die konsistent zu ihren Werten sind - diese umfassen: Schaffung eigener, lokaler Zahlungsmittel, Tauschringe und -gilden, soziale Hilfe und Gesundheitsprogramme, Community-Selbstverteidigungs-Assoziationen sowie eine Auswahl und Vielfalt an Bildungsprogrammen. Das ist die wahrscheinlichste Methode, durch die der Staat verschwinden wird, im Gegensatz zu Marx' utopischer Idee, dass ein zentralisierter kommunistischer Staat sich von selbst zur Anarchie entwickelt.
Die Idee eines jeden Stammes zur Souveränität mag sich unterscheiden, aber bestimmte Notwendigkeiten zur Unabhängigkeit mögen gewisse Richtlinien bieten für konkrete Community-Programme. Totale ökonomische Autarkie ist vielleicht nicht die Zielsetzung jedes Stammes, aber die Selbständigkeit zu maximieren ist ausschlaggebend für Dezentralisierung. Einer der effektivsten Wege, dies zu erreichen, sind Siedlungsprojekte, ob diese von Individuen, Familien oder Communites errichtet werden. Siedlungsprojekte nutzen die Ressourcen des Landes, um so unabhängig wie möglich zu werden, das Anpflanzen, das Sammeln von Feuerholz und Baumaterialien, Selbstgestricktes und Handwerksgegenstände,  Wertschöpfung durch Verwertung und Arbeit zum Tauschen, Schmiedekunst, Nahrungssuche, Jagd und vieles mehr. Durch die aktive Gestaltung der eigenen Vision von Freiheit und Autonomie kann jede anarchistische Gruppe ihre eigene Philosophie leben.
Die Bedeutung für Anarchisten, ihre Theorien im echten Leben umzusetzen, wird reflektiert im antiken griechischen Konzept der Praxis. Das Wort Praxis bezieht sich auf alle Aktivitäten, an denen ein freier Mensch partizipiert und Aristoteles identifizierte drei Formen der Energie des freien Menschen: Theorie, Kreativität und Aktion. Diese Beziehung zwischen Gedanke, Praxis und Produktion ist symbiotisch: sie sind weniger zusammengefügt als viel mehr synchron, simultan und voneinander abhängig. Für einen intelligenten und kritischen Philosophen ist es nicht ausreichend, nur zu denken, zu reden und zu schreiben. Anarchie ist keine Gefahr für die Herrschenden ohne Aktionen, die mit den Ideen von Freiheit und freiwilliger Verantwortung korrespondieren. 
Die Idee der Praxis ist kompatibel mit dem NationalAnarchismus, weil er kein inhärentes moralisches Urteil darüber fällt, was Individuen oder Stämme entscheiden zu tun; vielmehr bietet er ein Objektiv, mit dem Individuen und Stämme selbst beurteilen können, was sie für wahr und richtig halten. Praxis ist die Manifestation der Theorie - egal an welcher Theorie die einzelne Community festhält. Die Möglichkeiten der Bildung implizieren praktisches Lernen zum Anfassen, das für die reale Welt relevant ist. Praxis ist ein nützliches Konzept, um externe Ziele zu setzen und zu erreichen, und es zeigt den Grad, in dem ein Anarch sein Potential als menschliches Geschöpf erfüllt. Freiheit des Denkens und des Handelns sind komplementäre Elemente der Anarchie. Das Eine ist nichts ohne das Andere.
Unglücklicherweise fehlt vielen das Bewusstsein über diese harmonische Beziehung. Es scheint, als ob die Besessenheit der globalen Kultur mit sofortiger Befriedigung auch auf Anarchisten abgefärbt hat, von denen einige sofort zu den extremsten Methoden greifen, das System zu attackieren. In Wahrheit ist das Leben in Communites von Anarchen mit der Intention, für Generationen zu bestehen, ein langsamer Prozess des Wachstums. Der realistischste und potentiell erfolgreichste Versuch, ist der Start im Kleinen und die Erinnerung an das Motto der Zapatisten: "Lento pero avanzo." Die Erlangung unabhängiger und selbstgenügsamer Systeme der Agora wird Jahre benötigen - ebenso die Auswirkungen auf die Neue Weltordnung.






Montag, 2. September 2019

Hoch die Inter-Nationale Solidarität

Völker und Stämme sind keine statischen Einheiten, sondern etwas Dynamisches, etwas, das sich entwickelt und wie alles andere in Zeit und Raum Veränderungen und Entwicklungen unterworfen ist. Auch die Zugehörigkeit von Individuen ist nicht immer eindeutig.
Daraus folgt nicht, dass Völker und Stämme - wie manche Kulturmarxisten meinen - überhaupt nicht existierten.
Der logische Fehlschluss, dem sie dabei unterliegen, ist als continuum fallacy bekannt: "Dieser Fehlschluss ist das Argument, dass zwei Zustände nicht als verschieden betrachtet werden könnten (oder überhaupt nicht existierten), weil zwischen ihnen ein Kontinuum von Zuständen existiert."

https://en.wikipedia.org/wiki/Continuum_fallacy

Beispiel: Ein germanischer Söldner, der bei den römischen Bürgerkriegen mitmischt, mag sich als Germane / Gote / Vandale / Suawe und gleichzeitig als Römer betrachten - das bedeutet nicht, dass das Phänomen "Germane" oder "Römer" nicht existierte.
Süddeutsche fühlen sich oftmals kulturell mehr mit Schweizern und Italienern verbunden als mit Norddeutschen. Das bedeutet nicht, dass Deutsche, Schweizer oder Italiener nicht existierten. Sag doch mal einem Italiener, dass Italiener gar nicht existieren. Er würde Dich zurecht auslachen.
Ethnien sind ein heikles Thema, weil es auf allen Seiten Leute gibt, die irrationale Extrempositionen vertreten. Dazu gehören Neonazis, die "den Juden" an allem Übel in der Welt die Schuld zusprechen und ein imperiales Großreich anstreben, genauso wie Antideutsche, die "den Deutschen" an allem Übel in der Welt die Schuld zusprechen und den Zionismus als Maß aller Dinge betrachten. Das Muster ist das selbe.
Im NationalAnarchismus geht es bei der Bildung von Communities um gemeinsame Visionen. Dabei kann - muss nicht - Abstammung ein Faktor sein, genauso wie Kultur, Subkultur, Religion, Sprache, Freundschaft, Lebensstil, Werte, Ansichten etc. Wir streben jedenfalls keine ethnisch homogene, geschlossene Volksgemeinschaft oder einen Nationalstaat an, sondern kleine Stämme mit gemeinsamen Ideen.
Das Blut des Schwures ist dicker als das Wasser der Geburt.
Wir verurteilen niemanden aufgrund von Merkmalen, für die er nichts kann. Das wäre irrational und idiotisch. Gleichzeitig rutschen wir auch nicht in's andere Extrem - alle kulturellen Ideen als gleich zu betrachten, denn das sind sie nicht. Damit würde man sie auf ein absolutes Null-Level relativieren und jeder Idee ihren Sinn rauben.
Und wir sehen jeden Menschen und jeden Stamm als Verbündete, die sich nicht von den Globalisten / Imperialisten schlucken lassen wollen, von den Globalisten, die jeden Menschen als austauschbaren Arbeitssklaven und kulturlosen Wirtschaftsfaktor betrachten. Wenn sich irgendwann die ganze Welt von McDonalds und Cola ernährt, es keine indigenen Völker und Kulturen mehr gibt, dann haben alle verloren. In diesem Sinne - hoch die Inter-Nationale Solidarität!

Tribalism: Our natural way of life.


Mittwoch, 28. August 2019

Dunbar-Zahl, evolutionäre Psychologie & Tribalismus

Ist das Leben unter extrem vielen Menschen, die sich als anonyme Zahlen und Wirtschaftsfaktoren begegnen, wie es in der Moderne und zuvor bei imperialen Großmächten die Norm ist, für den Menschen natürlich und sinnvoll?
Oder wäre es besser, in kleineren Gemeinden / Stammesgesellschaften zu leben, die durch gemeinsame Visionen und Werte verbunden sind und sich ohne staatliche Zentralmacht selbst organisieren?

Robin Ian MacDonald Dunbar, kurz R. I. M. Dunbar (* 28. Juni 1947 in Liverpool) ist ein britischer Psychologe. Derzeit ist er Leiter der Social and Evolutionary Neuroscience Research Group am Department of Experimental Psychology an der University of Oxford. Von 2007 bis 2012 war er in Oxford Leiter des Institute of Cognitive and Evolutionary Anthropology; zuvor war er von 1987 bis 1994 Professor für Anthropologie am University College London von 1994 bis 2007 Professor für evolutionäre Psychologie an der University of Liverpool.
Dunbar untersuchte Anfang der 1990er Jahre den Zusammenhang zwischen dem Gehirnaufbau von Säugetieren (insbesondere den Anteil des Neocortex an der Großhirnrinde) und der Gruppengröße, in denen diese Säuger jeweils leben. Für den Menschen ergäbe sich demnach eine maximale Gruppengröße von 150 – die Dunbar-Zahl (Dunbar’s number). Dunbar zufolge stimmt dies mit empirischen Beobachtungen an tatsächlichen menschlichen Gemeinschaften überein.
Derzeit wird diskutiert, inwiefern diese Regel auch für virtuelle soziale Netzwerke gültig ist.